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Killer7

...

Wow.

Einfach wow.

Schlicht und ergreifend "wow".

Vor mittlerweile einigen Stunden habe ich Killer7 beendet und... wow. Ich versuche immernoch die Story zu verstehen und halbwegs zu interpretieren, aber vieles wird im Dunkeln (oder wenigstens offen) gelassen. Ist vielleicht auch ganz gut so. Sehr surreal. Sehr seltsam. Unglaublich gut. Es gibt nicht viele Spiele, bei denen ich während der Credits mit halboffenem Mund auf die Credits gestarrt und nachgedacht habe, aber Killer7 hat es geschafft. (Minispoiler ohne wirklichen Plotinhalt) Ich wusste zwar (leider?), dass nach den Credits noch was kommt und es noch nicht ganz vorbei ist, aber trotzdem. Ich war erstmal in meinen Mutmaßungen und Gedanken verloren, während wunderschöne Musik in meine Ohren drang. Und danach? Ging das Nachdenken von vorne los. Mit ein paar neuen Gedanken. Grandios. (Ende des Minispoilers)

Aber worum geht es überhaupt? Ich habe keine rechte Ahnung. Und ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass ich etwas über die Handlung erzählen kann ohne zu spoilern und dieses Spiel zu spoilern ist, abhängig vom Spoilerinhalt, irgendwas zwischen sehr schade und einem Kapitalverbrechen. Ich könnte mich über das Gameplay auslassen - das ist nämlich nicht nur sehr eigen, sondern wirkt auch äußerst rudimentär sondern stellenweise fast lächerlich. Viele Rätsel scheinen einfach nur Hindernisse zu sein, die den Spieler 10 Minuten Zeit kosten oder so. Das "Level Up System" ist ehrlich gesagt mehr als unschön, Kämpfe oft lachhaft (außer auf freischaltbarem Ultraschwierigkeitsgrad... was zu erwarten war, aber ehrlich gesagt an Overkill grenzt), aber das ist alles unwichtig. Killer7 wird gerne als Beispiel für "Videogames as Art" genannt, hier und da als eine Art Undergroundtip gehandhabt, blabla. Erschreckend daran ist... es ist alles wahr. Das Spiel ist, finde ich, nicht nur super-duper-über-awesome (wenn auch zu kurz... ), es wirkt einfach wie ein Kunstwerk. Ein surreales, aber schönes, Kunstwerk, an dem man viel heruminterpretieren kann, aber nicht muss. Man kann sich auch einfach beeindrucken lassen und eine kurze Zeit darin schwelgen. Es gehört wohl auch zu den Spielen, die man öfters spielen kann und die dann sehr anders rüberkommen. Und auch wenn es wohl nicht nur für mich überdurchschnittlich lang (insbesondere für das Genre Shooter, wenn man es dort reinstecken möchte) war, ist es leider doch viel zu kurz. Man hätte noch mehr machen können. Aber vielleicht war das Gezeigte und Erlebte doch genau richtig.
Ich wüsste nur gerne, ob es klug war (vor-)gestern so kurz vor Schluss schlafen zu gehen, anstatt konsequent durchzuspielen. Ich denke, dann wäre ich eventuell mehr im Spiel "drin" und vielleicht noch beeindruckter gewesen.


Drei kleine Minuspunkte gibts trotzdem:

1. Einen der seltsamsten Bosskämpfe, die ich je hatte, zu dem man praktisch keinerlei Hinweis (jedenfalls keinen, den man direkt als solchen erkennen würde) bekommt hab ich nach ner Stunde aufgegeben und mit Hilfe eines Guides geschafft.

2. Es gibt ein Level Up System. Aber es ist, ehrlich gesagt, total banane was das Balancing angeht, zumal man, wie ich sehr spät feststellen durfte, nicht grinden kann. Okay, kann man, im letzten Level, auch bekannt als "ich habs auch ohne geschafft". Klar, man braucht keinerlei Upgrades, aber sie machen das Spiel doch angenehmer und sind recht cool. Leider sind sie auch sehr unausgegoren, was mich doch daran zweifeln lässt, was im Internet zu den verschiedenen Charakteren steht. Kaede ist ein nutzloser, schwacher Charakter? Kaede war mit Con mein am meisten genutzter Charakter. Da die beiden das beste Upgrades einfach sehr viel früher als die anderen bekommen. Und auf Ultraschwierigkeitsgrad ist diese Upgrade anscheinend nicht nur porno, sondern überlebensnotwendig. Das bringt mich indirekt zu meinem nächsten Punkt, für den das Spiel eigentlich wenig bis gar nichts kann.

3. Das Internet. Fuck the internet. Das Spiel erklärt leider Spezialangriffe äußerst dürftig und man weiß jetzt nicht so recht, wie z.B. Head Lock-On geht. Tja, versuche darauf Antworten zu finden und du wirst gespoilert. Teilweise HART. Ich weiß nicht, wie hirngefickt man sein muss, um in die Beschreibung eines Charakters dicke fette Spoiler zu packen, aber die sogenannten Guideschreiber schaffen das in verschiedensten Härtegraden. Ein Glück hab ich meine Antwort schnell gefunden, ohne allzu viel erzählt zu bekommen, das ich nicht schon gewusst oder vermutet hätte. Trotzdem, eine bessere Dokumentation im Spiel/Handbuch hätte mir das erspart. Glücklicherweise ist mir recht fix aufgefallen, wie dumm manche Leute doch sind und ich hab nur noch nach Schlagworten gesucht. Mann. What the fucking fuck where you thinking?
Da hat man schon fast Lust nen ultrakleinen Guide zu schreiben, für sich selber (z.B. als Erinnerung...) und andere, die darüber stolpern könnten und gerne keine Spoiler hätten.


Trotz Allem muss ich sagen... ich bin schwer beeindruckt.

In diesem Sinne...
16.9.11 13:45
 
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