ArkainWäre nett, wenn ihr euch ins Gästebuch eintragt =)

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Animu & kein Mango
  Fotos
  Fragebögen
  Instantmessenger
  Dem wo macht Krach (Musik)
  Live gesehen
  Leben?
  Tod?
  Das Märchen von der Traurigkeit
  The Phantom Coach
  Schwarze Rose
  Feelings
  Diablo 1: Newbiefragen
  Diablo 1: Allgemeines zum Spiel
  Diablo 1: Die Charaktere
  Diablo 1: Die Sache mit der Ausrüstung
  Diablo 1: Anmerkungen zu Cheats
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Metal Archives
   Dark Lyrics
   Radio Schwarzbrot
   Top 10 Most Ridiculous Black Metal Pics of All Time
   The Other Top 10 Most Ridiculous Black Metal Pics of All Time
   The Order of the Stick
   Goblins
   The Abominable Charles Christopher
   Questionable Content
   SRD (D&D 3.5)
   German-bash
   Nietzsche
   Last Stand (Zombiespiel)
   Zombiegrinder 60000 (Zombiespiel)



Denkt ans Gästebuch, verdammt! :P

http://myblog.de/arkain

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ich hab wohl keinen Geschmack

Oder vielleicht ist mein Geschmack ja sehr verzerrt, sehr speziell oder sonstwie anders? Keine Ahnung.

Der Punkt ist, ich hab in letzter Zeit mal wieder kürzere Titel gespielt. Darunter Teile des Humble Bundles #5 oder so, die ich seit Ewigkeiten rumliegen hab. Haben eigentlich alle Topwertungen bekommen und ich frage mich warum. Vielleicht bin ich einfach nicht mehr der Typ, der gerne Rätselspiele spielt? Nehmen wirs mal unter die Lupe, wenn ich denn endlich entschließe wieder was zu schreiben

LIMBO:
Jeder kennt es irgendwoher. Das Spiel, in dem alles irgendwie schwarz/grau ist, man einen schattenhaften Jungen mit weißen Punkten als Augen spielt und einen ne echt hartnäckige schattenhafte Riesenspinne durch den halben Wald verfolgt. Außerdem gibts ganz viele Todesanimationen, wenn man ein Rätsel verkackt. Z.B. in Stücke gesägt, zerdrückt, elektrisiert, in einer Fallgrube aufgespießt, von einem Spinnenbein aufgespießt, von Pfeilen aufgespießt, von einer Falle aufgespießt, von anderen Dingen aufgespießt...
Sogar Yahtzee mochte das Spiel irgendwie und ich würds auch gerne mögen, aber irgendwie kann ich das nicht. Es ist relativ kurz, hat vielleicht 2-3 Stunden Spieldauer, +/- whatever, wenn man besonders gut oder schlecht ist. Während mir das Spiel zu Beginn wirklich gefallen hat, hat es mich gegen Ende hin, d.h. so im letzten Drittel, einfach nur noch angekotzt. Ich verstehe das gar nicht. Die Atmosphäre ist eigentlich ganz nett, die Rätsel schwanken zwischen offensichtlich und nicht-zu-bizarr einfallsreich und auch sonst ists eigentlich ganz okay. Ich glaube, es liegt daran, dass ich des Spiels recht schnell überdrüssig wurde. Schon beim zweiten Kontrollwurm, der dem Bubi in den Kopf springt dachte ich mir meh, beim dritten dachte ich mir blargh und beim vierten wollte ich laut schreien. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass sich das Spiel sehr stark wiederholt. Irgendwann nachdem man endgültig den Wald verlässt und nicht nur tiefer in den Fabrik-/Stadtteil vordringt und die Rätsel plötzlich viel mehr mit Strom, Zahnrädern und später auch Magnetismus zu tun haben, ging es mir auf den Sack. Ich wollte nur noch das Spiel beenden und zwar möglichst schnell. Irgendwas hat mir wohl die Atmo zerstört, evtl. wars, dass manche Rätsel nicht schwer, sondern fummelig sind, was mich dann etwas gereizt hat oder eben, dass die häufige Wiederholung eine gewisse Langeweile erzeugt hat. Besonders die Würmer.
Jedenfalls hat das Spiel Topwertungen bekommen. Auch wenn man nicht viel auf Wertungen gibt, es ist ein Indiespiel und man muss sich fragen, warum es so vielen so sehr gefallen hat. Ich kanns nicht wirklich nachvollziehen. Weil es ein Indiespiel ist? Weil so viele Menschen unglaublich leicht von Grautönen und Ambientmusik zu beeinflussen sind? Oder fehlt mir einfach der Sinn für diese Art von Spiel? Wenn man davon ausgeht, dass 9/10 wirklich gut ist und 7/10 tatsächlich nicht totaler Müll, aber eben nicht der Welt bester Titel, so würde ich jedenfalls irgendwas zwischen 5 und 7 auf einer Skala von 1-10 geben, denke ich. Ich weiß nur, dass LIMBO die Art von Spiel ist, die ich genau einmal spiele. Ich hab es durch und fasse es sehr wahrscheinlich nie wieder ohne höheren Grund an. Für mich ist das ein Anzeichen, dass irgendwas damit nicht stimmt.

Braid:
Ähnlich wie LIMBO ein Rätselspiel. Ich bin hier irgendwie zwiegespalten. Während ich bei LIMBO recht sicher bin, dass ich es nicht so wirklich mag, weiß ich bei Braid echt nicht, ob ich es hassen oder doch okay finden soll.
Man muss den Machern ja zugestehen, dass sie sich einige Mühe gegeben haben. Braid basiert im Wesentlichen darauf, dass der Held, Tim, mehrere Levels in mehreren Welten abläuft. Dort sammelt er Puzzleteile, aus denen er dann ein Puzzle für die Welt zusammensetzt, bevors zur nächsten geht. Hat man alle Puzzles, gehts zur letzten Welt. Das coole ist, dass Braid eine Kernmechanik hat, nämlich Zeitmanipulation. Im Wesentlichen lässt man die Zeit rückwärts laufen, in späteren Welten ist jedoch immer was besonderes dabei, so ist eine Welt z.B. so aufgebaut, dass nach dem Zurückspulen immer ein Schatten das macht, was man zuvor gemacht hat und mit speziellen Objekten/Gegnern interagieren kann. In einer anderen kann man ein kleines Gebiet erzeugen, in dem die Zeit langsamer läuft, in einer anderen läuft die Zeit nur vorwärts, wenn man nach rechts geht, aber rückwärts wenn man nach links geht, solche Dinge eben. Wirklich cool und wirklich einfallsreich.
Das Problem ist, dass ich mich bei manchen Rätseln dann doch frage, was man sich dabei denkt. Die sind, je nach vorliegender Besonderheit, ja mal sowas von abstrakt, dass man manchmal wirklich viel nachgrübeln muss, damit etwas funktioniert. Aber wäre das nicht schlimm genug, gibts noch richtig geheime Geheimnisse in Form von Sternen. Soweit ich das verstanden hab sind die nicht nur asischwer zu bekommen, sondern auch relativ nutzlos. Das ist ganz gut, weil man so nur einen technischen 99% Spielstand hat, der einem aber nichts hinsichtlich Plot oder so vorenthält, andererseits hab ich mir mal angeschaut, wie man die bekommt. Und das ist dann der Punkt, an dem ich einfach wütend werde. Z.B. kann ich in meinem Spielstand gar nicht alle bekommen, denn der erste Stern ist im HUB zu finden. Dafür darf man aber nicht das zweite Puzzle zusammengesetzt haben, weil man zwei spezielle Teile, die nicht zusammenpassen an eine spezielle Stelle schieben muss, damit sich das Ding offenbart. Oder so. Tut mir wirklich leid, dass ich das Spiel gespielt und die Puzzles gleich zusammengesetzt hab! Ein anderer Stern ist so zu finden, dass man feststellt: da ist sone Plattform im Level. Oho, die bewegt sich ja. Im Schneckentempo. Theoretisch kann ich irgendwann an einer ganz bestimmten Stelle übern Gegner auf sie draufspringen. Und wenn ich dann ca. ZWEI STUNDEN auf dieser Plattform stehe ist sie am anderen Ende des Levels angeschneckt und ich kann, wenn ich nicht zu doof dafür bin (Zeitmanipulation ftw), in das Gebiet hüpfen, in dem der Stern ist. Und das sind zwei "leichte" Sterne, mind you. Zwar braucht man den Krams nicht, aber was ist das für Gamedesign? Es gibt Secrets und es gibt die Nadel im Heuhaufen. Und das ist quasi das Nadelatom im Heuhaufen, das in Wahrheit gar nicht da ist. Da kann es noch so optional sein, irgendwie macht mich sowas einfach nur wütend und zumindest für mich sollten wirklich gute Spiele sowas einfach nicht haben, egal wie sehr man es damit schönreden will, dass es eben Secrets sind.
Dazu frage ich mich, was die Entwickler eigentlich genau wollten. Man findet nämlich im Welt-HUB und im Epilog immer so Bücher, in denen recht zusammenhangslose Texte über Tim und die Prinzessin stehen, die er sucht. Und im Epilog wird dann plötzlich die große Pseudointelligenz ausgepackt und die Randomfetzen werden unglaublich als bedeutungsschwanger dargestellt. Liest man über das Spiel, kriegt man Kommentare vom Entwickler zu hören der Marke "Ich kann den Plot gar nicht in Worte fassen", als wäre es was ganz besonderes und Braid wahrlich der Weisheit letzter Schluss. Bullshit.
Und hier frage ich mich wieder, ob ich einfach keinen Geschmack hab. Sollte ich sowas mögen, oder geht mir dieses clever-clever-Getue zurecht auf den Geist? Z.B. hasse ich ja auch Literatur, in der der Autor meint irgendwelche entweder total offensichtliche *oder* total undurchschauliche, missverständliche Metaphern einzubauen. Nehmen wir The English Patient. Während ich im ersten Kapitel recht begeistert davon war, wie lebendig manche Beschreibungen auf mich wirkten, hätte ich beim letzten nen Lachflash sondergleichen gekriegt, wenn neben der Schlangen- und Giftmetaphorik für ein Gewehr noch irgendwas Richtung "spritzen" gestanden hätte. Ach ja, ätzend wars auch. Das ist fast so wie diese Werke, in denen Charaktere vollkommen kontextlos offensichtlich bedeutungsschwangere Sätze von sich geben, bevor sie wieder dumm werden. Fast wie Shakespeare.
Ich bin ja irgendwie hin- und hergerissen. Während ich das Spiel teils frustrierend, die Plotsache pseudointelligent und das mit den Sternen einfach nur behindert finde, bin ich gleichermaßen vom Art Style, der Musik und dem Einfallsreichtum begeistert. So very conflicted. Und auch hier fragt man sich wieder, woher die guten Wertungen? Mir hats grob gesagt ja auch gefallen, aber ein Weltklassespiel ist es für mich trotzdem nicht. Ich fands bspw. klar besser als LIMBO, aber sonst... weiß nicht.

Lone Survivor:
Ebenfalls ein Indiegame mit Topbewertungen. In Retrografik gehalten (die nervige Art von Retrografik, die einem vor lauter Pixelbrei Tränen in die Augen treibt, nicht die tolle Art, die einfach gut aussieht) versucht dieses Spiel Survival Horror darzustellen. Inklusive Schleichelementen, Gefühlen von Hilflosigkeit und Desorientierung, sowie so logisch wirkenden Dingen wie der Tatsache, dass der Charakter verhungern kann. Habs 1-2 Stunden angespielt und festgestellt, dass ich keine Lust mehr hatte. Hmm. Bin mal gespannt, ob ichs wieder auspacke und wenn, ob ich es tue, weil ich es spielen will, oder weil ich mich verpflichtet fühle es dann doch zu kennen, so wie man eben LIMBO kennen "sollte".

Während Psychonauts (peinlich, ich weiß =/) noch vor mir liegt hat mir vom Bundle bisher nur Amnesia wirklich gefallen und selbst das betrachte ich mittlerweile recht kritisch. Natürlich ganz unabhängig davon gesehen, dass ich mit 7€ für alle Spiele nen Preis-/Leistungsverhältnis sondergleichen hab.
Nicht zu vergessen sind im übrigen diverse RPG Maker Titel, die ich mir angetan hab. Alle sehr kurz, manche kürzer als andere, aber zumindest Ib fand ich da bspw. richtig toll. Und das witzige ist, dass ich es qualitativ sogar über die hier genannten Titel stellen würde. Denk da mal drüber nach.

In diesem Sinne...
13.2.13 04:42
 
Letzte Einträge: Mhm, Ent of ze vorlt, Weihnachten, Studio Ghibli, Lemmy Kilmister ist tot


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indie Games machen Spaß / Website (10.10.13 08:16)
Hey, ich finde deinen Beitrag sehr amüsant.

Ich persönlich finde LIMBO spitze. Ich finde es auch nicht schlimm, dass man es recht schnell durch hat. Die Atmosphere ist wirklich sehr gut und irgendwie einzigartig. Für die 15 Euro loht es sich auf jeden Fall auch wenn ich ebenfalls nicht der große Rätselfan bin. Ich finde Indie Games vermitteln immer so ein Gefühl, dass man sich gerade die Geschichte eines einzigen kreativen Kopfens reinzieht. Dieser Freiraum für Interpretationen und eigene Gedanken gefällt mir sehr gut.

Naja wer weiß, vielleicht seh ich die Dinge auch zu sehr aus der Sicht eines Entwicklers. Schließlich steckt da sehr viel Arbeit drin, von daher konzentriere ich mich wirklich auf jedes Detail. Grüße

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung